NewsletterBanner_794x170+plus
Die Überschrift des 6. Kapitels von Napoleon Hills Buch „Denke
(nach) und werde Reich“ lautet: „Vorstellungskraft“
Der Untertitel in der Kindle-Ausgabe lautet: „Die Werkstatt des
Geistes“

Anfang des 20. Jahrhunderts meinten Ingenieure, die Erde nach den
Wünschen des Menschen formen zu können: Wüsten fluten, Meere
versetzen, das Klima und ganz Kontinente umgestalten.
Vieles war totaler Größenwahn und wurde (glücklicherweise?) nicht
realisiert – manches ist heute Realität.

Was würde man heute dazu sagen, wenn jemand vorschlüge 5000 Quadrat-
kilometer Meer einzudeichen und das Wasser abzupumpen, um
bestehendes Land zu sichern und neue Siedlungsflächen zu gewinnen?
In Zeiten von geschärftem Umweltbewusstsein, aber auch unvoll-
endeten Konzerthallen, zeitlich und finanziell aus dem Ruder
gelaufenen Großbaustellen, gilt längst nicht mehr, dass alles was
denkbar ist, auch machbar ist.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war das anders. Eine beispiellose
technologische Entwicklung auf vielen Gebieten entfachte eine
grenzenlose Machbarkeitseuphorie, denn nun hatte man die Technik, um
diese Ideen umzusetzen. Absolut alles schien möglich – und nicht
alles davon war Spinnerei.

Warum also sollte man nicht auch ein Stück Meer trockenlegen können?

Schon seit 1861 hatte der niederländische Ingenieur Cornelis Lely an
solchen Plänen gearbeitet. Ab 1920 begann er, inzwischen Regierungs-
mitglied, seine Pläne zu forcieren und sie selbst umzusetzen.
Jahrzehnte später hatten die Niederländer rund 3000 Quadratkilometer
neue Landfläche gewonnen – auf den Rest verzichteten sie, es war
genug. Mit dem Ijsselmeer entstand zudem ein gigantischer, neuer
Binnensee und den Menschen ein tolles Erholungsgebiet.

Heute leben über 400.000 Menschen auf einem noch immer dünn
besiedelten Neuland, das vor nur 80 Jahren als Zuiderzee noch
Bestandteil der Nordsee gewesen war. Cornelis Lely hatte das größte
erfolgreiche Landgewinnungsprojekt des 20. Jahrhunderts in die
Realität umgesetzt.

Natürlich kann man in diesem Zusammenhang noch viele Projekte, nicht
nur auf dem Gebiet des Bauwesens, sondern in vielen Bereichen:
Kunst, Architektur, Medizin, Raumfahrt, Informationstechnologie,
usw. und, last but not least, der Persönlichkeitsentwicklung nennen.

Der Ausgangspunkt aller Projekte, angefangen mit den
Steinzeichnungen in den Höhlen, den (zum Teil verschollenen)
Bauwerken der Antike, den Erfindungen des Mittelalters und der
gewaltigen Entwicklung der vergangenen 50 Jahre, der Ausgangspunkt
war eine Idee.

Bedeutenden Persönlichkeiten der Wirtschaft, Industrie und Finanz-
märkte und Künstler, Musiker, Dichter und Schriftsteller wurden
berühmt, weil sie Ihre Fähigkeit der schöpferischen Vorstellungs-
kraft entwickelten und anwendeten.

Wenn man seiner täglichen Arbeit nachgeht, denkt man vielfach
unbewusst daran, wie man dieses oder jenes besser, schneller und
effizienter erledigen könnte. Man denkt an die Änderungen, die
unerlässlich sind und man spielt in Gedanken mögliche Lösungen
durch.

In diesem Fall wird, wie auch im Network Marketing, synthetische
Vorstellungskraft angewendet. Aus bestehenden Konzepten, Ideen und
Arbeitsweisen werden neue Anwendungsmöglichkeiten und Methoden
entwickelt.

Albert Einstein sagte: „Phantasie ist wichtiger als Wissen. Denn
Wissen ist begrenzt, während Phantasie die ganze Welt umfasst, sie
stimuliert den Fortschritt, sie gebärt die Evolution. Sie ist, genau
genommen, ein realer Faktor in der wissenschaftlichen Forschung“.

Lord Kelvin, der berühmte britische Physiker, soll vor geraumer Zeit
gemeint haben, dass das Radio keine Zukunft hätte, dass die Röntgen-
strahlen ein Schwindel sei und dass Geräte, die schwerer als Luft
sind, niemals fliegen könnten.

Wie gut, dass Marconi die drahtlose Nachrichtentechnik in Italien
entwickelte und dass die Gebrüder Wright damals kein Radio hörten;
möglicherweise hätte sie Lord Kelvin’s Meinung derart beeindruckt,
dass sie ihre Flugversuche eingestellt hätten.

Die Menschheit ist heute an einem Punkt angekommen, wo sie durch die
Kombination von schöpferischer und synthetischer Vorstellungskraft
fast – ja ich erinnere mich, dass Lord Kelvin mit seinen Prophe-
zeihungen komplett daneben lag – fast alles verwirklichen kann.

Ein wichtiger Kernsatz in Hills Werk ist:
„Was immer der menschliche Geist sich vorstellen und woran immer er
glauben kann, das kann er auch vollbringen.“
Dem fügte er an anderer Stelle hinzu:
„… ohne die Rechte Anderer zu verletzen.“

und mit „Anderer“ meine ich: die Menschen in meinem inneren Zirkel,
die Menschen im weiteren Umkreis, die Erde mit allen Menschen,
Tieren und Pflanzen, den Weltraum und das Universum.

Die Frage ist natürlich, wenn wir alles vollbringen können, was wir
uns vorstellen und woran immer wir glauben können, dürfen wir das
auch?

Für Ihren Erfolg
Karlo Mutschler


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.